Everyday Digital

Sometimes it works, sometimes not.

Neuer VDR nach langer Zeit

Ich kann mich gar nicht mehr erinnern wann ich das kleine, Fujitsu-Siemens Scenic P300, System für meinen VDR erworben habe. Es wurde im laufe der Zeit lediglich mit einer 300GB Ultra-ATA Festplatte aufgerüstet und etwas mehr Arbeitsspeicher kam hinzu. Eigentlich könnte das System auch weiterhin so laufen, aber mangels SATA Schnittstellen und wegen teuren Ultra-ATA Festplatten wurde es nun langsam an der Zeit über einen Nachfolger nachzudenken. Und da mein Fujitsu Siemens Esprimo P5615 bisher immer gute Dienste geleistet hat, wird er nun seine zweite Chance in unserem Haushalt bekommen, als Videorekorder und zentrales Festplattensystem.

Die Grafikkarte ist bereits im Sommer 2011 gestorben und sorgt nicht mehr für erhöhten Stromverbrauch. Eine der beiden 1TB Samsung Platten schein etwas unruhiger zu laufen, aus diesem Grund und um etwas mehr Strom zu sparen, wird das System bald mit einer kleinen SSD und einer 2TB Festplatte ausgestattet. So kann ich die Festplatte immer schlafen schicken, wenn sie nicht benötigt wird. Neben dem kleinen Stromspareffekt wird es wohl etwas ruhiger werden und ich kann eventuell den zusätzlich eingebauten Papst Lüfter komplett aus lassen.

Umbau total

Es ist mein persönlicher Rekord, meinen Hauptrechner habe ich im Februar 2007 erworben. Fast vier Jahre habe ich ihn nun unverändert genutzt. Nach anfänglicher Aufrüstung mit 4GB RAM, 2x 500GB HDD und Nvidia Grafikkarte, blieb er lange nahezu unverändert. Ein cordless Desktop, eine Webcam und die eine oder andere kleine Änderung. Irgendwann wurden die 500GB Platten gegen 1TB ersetzt und mein altes XP Profession wurde durch ein Windows 7 Ultimate ersetzt.

Am 8. Dezember nach langen Überlegungen und durch etwas Glück kam ich zum Nachfolgesystem. Dieses mal wurde meine langjährige Tower-PC Ära durch ein Convertible Tablet PC abgelöst. Das System, ein Fujitsu Lifebook T901, wurde in alter Tradition gleich umgebaut. Die eingebaute 500GB Festplatte wurde durch eine Crucial m4 SSD mit 256GB ersetzt um mehr Dampf zu haben. Weiterhin gesellten sich weitere 4GB Kingston Speicher hinzu, womit das Maximum erreicht wäre. Zusammen mit der Intel Core i7-2620M CPU ist wieder genügend Power an Board um die eine oder andere virtuelle Maschinen zu betreiben. Als netten Gadget baute ich die serienmäßige Festplatte in einen Erweitungsbay von Fujitsu ein, womit sie jeder Zeit den DVD-Brenner ersetzen kann und so für mehr Speicherplatz sorgt.

Damit ich nicht ganz auf den Komfort eines PC Systems verzichten muss war bei meinem System eine Dockingstation, an der ich meine beiden Fujitsu-Siemens Monitore und sonstige Erweiterungen bequem betreiben kann.

Nach dem Stress im Dezember konnte ich zwischen den Tagen das System fertig machen und meine Daten endgültig migrieren und so meinem alten System den Weg zur seinem zweiten Leben frei machen.

Alle sind Schuld, bloß Vodafone nicht

Weil es so schön war geht der Ärger weiter. Nach dem ersten “Techniker”-Besuch am 25.11.2011 schien für Vodafone der Fall als erledigt. Der Router des Kunden ist defekt er ist selber schuld. Aber der Kunde hat kein Problem damit die EasyBox von Vodafone für ein paar Tage anzuschließen und Vodafone nachzuweisen, dass nicht der Router defekt ist, sondern der Fehler woanders liegt. Aber trotz Nutzung der EasyBox und telefonischer Meldung der andauernden Probleme taucht Vodafone lieber unter und sitzt es aus.

Am 12. Dezember nach einem langen Telefonat mit einem Rechtsanwalt zum Sachverhalt wird mir dringend angeraten eine neue Frist zu setzen und das ganze auf jeden Fall per Einschreiben. Also bekommt Vodafone ein langes Schreiben mit Frist bis zu 27. Dezember und jede Menge Tickets vom eigenen Speedcheck und Logprotokoll der EasyBox.

Die Reaktion lässt nicht lange auf sich warten, bereits am nächsten Tag steht erneut ein Techniker einer fremden Firma in der Wohnung und untersucht den Anschluss.  Nach mehreren Messungen kommt der Mann zur der Erkenntnis, dass der Anschluss in Ordnung ist, aber die Dämpfung mit 41db recht hoch. Der Hammer, ich soll sein Arbeitsbericht unterzeichnen, dass der Anschluss OK ist, es ist aber nirgends vermerkt, dass die DSL-Geschwindigkeit schwankt und sich im Downstream um die 2000 kBit/s bewegt. Er führt noch nicht einmal ein Test durch. Erst als ich mit meinem Gerät den Speedcheck durchführe ist er sprachlos. Also wird ein anderer Speedtest durchgeführt mit noch schlechteren Ergebnis. Worauf erneut der Speedcheck von Vodafone her halten muss und die Ticket-Nr. auf dem Arbeitsbericht vermerkt wird. Er verabschiedet sich mit der Aussage er wird sich noch einmal die Vermittlungsstelle ansehen.

Ab dem 17. Dezember fällt mir dann auf, DSL läuft recht flüssig und die Speedchecks fallen alle auch mit über 4700 kBit/s aus. Ich bin erstaunt und beginne zu hoffen. Als dann am 18. Dez. der Test mit 3507,66 kBit/s und am 20. Dez. mit 3227,56 kBit/s ausfällt, bin ich froh wenigstens das Thema für das Jahr 2011 hinter mich gebracht zu haben. Die Leitung ist zwar nicht mehr so schnell, wie vor der Störung aber wenigstens funktioniert Sie nun recht zuverlässig und das reicht mir fürs erste. Ab Juli 2012 geht es wieder zurück zur Telekom und die werden es schon richten.

Weihnachten durfte ich mit einem VDSL-Anschluss in Hamburg feiern. War das schön, so schön wie im Büro mit mehreren sauberen T-DSLern und CompanyConnect. Zurück zuhause läuft der Internetzugang nicht mehr sauber. Die EasyBox verliert mehrmals täglich die Synchronisierung. Ach ja, Vodafone hatte doch noch ein Schreiben per Mail am 23. Dez. gesendet, dass du nicht gelesen hast.

Nach etwas einleitungs Bla Bla, kommt Vodafone auf den Punkt:


Nach dieser Prüfung möchten wir Ihnen mitteilen, dass wir Ihnen aus technischen Gründen die Bandbreite 6000 nicht fehlerfrei anbieten können.
Eine Herunterstufung (Reduzierung) auf die Bandbreite 2000 ist jedoch problemlos möglich. Auf die Qualität der „letzten Meile“ der Telekom Deutschland GmbH haben wir leider keinen Einfluss.
Sollten Sie dennoch die Bandbreite 6000 nutzen wollen, benötigen wir von Ihnen eine Einverständniserklärung, in der Sie uns mitteilen, dass Sie über die Leitungsdämpfung von 41,00 dB informiert wurden. In diesem Zusammenhang erklären Sie sich mit der eingeschränkten Nutzung Ihres Internet-Anschlusses einverstanden und treten Ihre Ansprüche auf Entstörung der Internet-Verbindung, inklusive Gutschriften, ab.
Bitte teilen Sie uns Ihre Entscheidung schriftlich mit.

Im Klartext entscheide ich mich für DSL2000 werde ich vermutlich mit einer Bandbreite zwischen 0 und 2000 leben müssen. Bleibe ich bei DSL6000 verliere ich jegliche Ansprüche gegen Vodafone. Tja, dann gehen wir doch auf das Schreiben ein. Meine Antwort per Einschreiben:


Im besagten Schreiben heißt es: „Auf die Qualität der „letzten Meile“ der Telekom Deutschland GmbH haben wir leider keinen Einfluss.“, deswegen verstehe ich nicht, wieso sie mich anschrieben. Sie nennen Ihren Ansprechpartner bei diesem durch Sie gefundenen Problem, dann
treten Sie auch au diesen ran!
Die Leitung ist nach wie vor gestört und wird nicht als entstört akzeptiert!

Interessant ob das Thema aus der Welt geschaffen sein wird, bevor der Wechsel im Juli 2012 vollzogen wird. Ach ja, die zwei Techniker-Einsätze, die nicht durch meine Schuld verursacht wurden, soll ich nun mit der Dezember Rechnung auch bezahlen.
Fortsetzung folgt mit Sicherheit.