Seit Oktober 2007 nutze ich fast durchgehend Ubuntu 7.10 zuhause. Je länger ich es nutze desto mehr habe ich das Gefühl nach und nach mehr offene Bereiche zu entdecken. Die “einfache” Arbeit unter Linux stellt an für sich kein großes Problem dar, aber je mehr man verlangt desto mehr kommt man an die Grenzen Engpässe von Linux.
Es fängt mit total harmlosen Sachen an, der Scanner hat einen Rosastich. Kein großes Problem einfach hinterher Weißabgleich vornehmen fertig. Im Firefox werden teilweise die Seiten nicht sauber angezeigt, vor allem wenn Flash integriert ist. OK, Adobe hängt beim Flash-Player der Windows Version hinterher. Das Java von Sun musste runter und durch einen freien “Ersatz” ersetzt werden, weil sonst Miro seinen Dienst nicht verrichten will. Natürlich führt auch das zur Verfälschungen bei der Seitendarstellung.
Das sind nur ein paar Kleinigkeiten, auf die ich im laufe dieser Zeit gestoßen bin.
Es fehlt an vielen Stellen an Software mit anständiger GUI und es wird immer wieder auf die Konsole verwiesen. Eigentlich stellt es für mich auch kein großes Problem dar, aber bei manchen Anwendungen gleicht es einem Schritt in die Steinzeit. Natürlich brauche ich zum editieren nicht unbedingt einen GUI-Editor, aber bei der Kommunikation zwischen einem GPS Empfänger und dem Rechner darf es durchaus etwas mehr sein als die ewige Eintipperei von Kommandos.
Linux ist noch lange nicht Perfekt und wird es wahrscheinlich auch nie sein. In den letzte Jahren hat Linux große Schritte nach vorne gemacht und hat im Server-Bereich zurecht seinen Platz gefunden, aber bei den Desktop PC gibt es noch viel zur verbessern und zu lernen. Mit zunehmender Verbreitung ist auch Linux besser geworden und wird es auch zukünftig werden.