dies & das mobilgeräte telekommunikation

Immer schneller

Das mobile Internet ist in den letzten Jahren immer schneller geworden. Theoretisch begann die mobile Daten Ära mit GPRS (General Packet Radio Service) und den sagenhaften 56 kbit/s im GSM Netz (Global System for Mobile Communications), auch bekannt als G2 (Mobilfunk der zweiten Generation). Der Sprung zum nächsten Standard, EDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution) mit seinen bis zu 220 kbit/s im Download und 110 kbit/s im Upload, war gigantisch. Für die Anbieter war der Schritt aber verhältnismäßig günstig, da die bestehende Struktur nur leicht angepasst werden musste. Natürlich war das Internet im Festnetz zur diesem Zeitpunkt bereits schneller, aber hey die meisten haben kaum beim ersten iPhone über die Geschwindigkeit gejammert. Immerhin sah der mobile Content (falls vorhanden) damals noch anders aus und die Mails waren ebenfalls überwiegend Textnachrichten ohne große Anhänge. Doch bereits beim Erscheinen im Jahr 2007 war das ersten iPhone mit seiner Hardware hoffnungslos veraltet.

Bereits im Juli/August 2000 wurden die Lizenzen für den Nachfolger vom GSM Standard für sagenhafte 98,8 Milliarden DM versteigert und bescherten so den klammen Kassen der  Bundesrepublik Deutschland unverhofften Geldregen. UMTS (Universal Mobile Telecommunications System), ebenfalls bekannt als G3, sollte uns allen ungeahnte Geschwindigkeiten bringen und so das mobile Internet endgültig einläuten. Die mit UMTS einhergehende Geschwindigkeit von 384 kbit/s mussten am Anfang die Benutzer (überwiegend Geschäftsleute) mit teuren Tarifen erkaufen, was zunächst zur einen schleppenden Verbreitung führte. Ähnlich zur GSM gab es weitere Ausbaustufe von G3 mit HSPA und HSPA+. Dabei wurden immer zwei Stufen nacheinander ausgebaut, zunächst folgte bei HSPA, HSDPA ( High Speed Downlink Packet Access [3.5G oder 3G+]) mit Geschwindigkeiten von 3,6 bzw. 7,2 Mbit/s für den Download und HSUPA (High Speed Uplink Packet Access)  bis zu 5,76 Mbit/s für den Upload. Bei HSPA+ sind die Geschwindigkeiten nochmal auf bis zu 42 Mbit/s im Download und bis zu 23 Mbit/s  im Upload angestiegen. In diesen beiden Ausbaustufen folgte der Smartphone Boom und die schnelle Verbreitung vom mobilen Internet in Deutschland und rund um die Welt.

Damit ist UMTS aber noch nicht an Ende angekommen. Mit einem weiteren Ausbau folgte nun LTE (Long Term Evolution), ebenfalls beworben als G4, mit Download-Geschwindigkeiten von bis zu 150 MBit/s. Damit wurde das Mobile Internet für viele endgültig schneller als das Internet im Festnetz. Die kommende Ausbaustufe LTE-Advanced soll Bandbreiten mit bis zu 1000 Megabit pro Sekunde ermöglichen.

Mit jeder Erhöhung der Geschwindigkeit folgte eine Anpassung des Internets, aus statischen HTML Seiten wurden dynamische, es folgte immer mehr Multimedia. Die Auflösung der aufkommenden Videos wurden größer und alles wurde einfach immer schöner und “schneller”. Doch was passiert wenn wir plötzlich an den Rand des Empfangs geraten? Was Passiert wenn das Gerät plötzlich nur noch mit EDGE oder UMTS die Daten austauscht? Plötzlich werden wir entschleunigt, die Mails kommen nicht mehr an und werden nicht mehr versendet, die Seiten werden nicht aufgebaut, die Nachrichten werden nicht mehr ausgetauscht. Zumindest haben wir dieses Gefühl! Das Internet hat sich weiter entwickelt, aber es ist nie eine Lücke gelassen worden für den Notfall, für den Aussetzer, die Entschleunigung. Wir erwarten immer schneller, immer mehr und plötzlich haben wir das Gefühl es geht Garnichts mehr, weil unsere Geduld uns im Stich lässt oder weil in der Tat die Datenmenge schlicht zu groß geworden ist. Die Geräte für andere Datenempfangswege und  Mengen optimiert worden sind.

Und jetzt, wie geht es an diesem Punkt weiter?

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Der libara.es Trick

Vor kurzem schrieb ich noch, dass ich im Urlaub von WLAN Hotspot in Hotels und Außerhalb frei bleibe und mir eine Prepaid Karte aus dem jeweiligen Land zulege. Bisher hatte ich damit steht’s positive Erfahrungen gemacht. Es war nie ein großes Problem oder Kompliziert, dank Pay as you go SIM with Data Wiki. Wie es aussieht kann es aber auch anders ablaufen.

Auf Fuerteventura erwarb ich eine Prepaid Karte von Lebara, für 35€ mit einem Startguthaben von 10€. Der Händler schaltete mir die Karte direkt frei und aktivierte für die enthaltenen 10€ das Datenpaket mit 1GB Volumen. Es war alles perfekt und das Vodafone Netz lieferte schön schnell die Daten. Nach 4 Tagen war das GB verbraucht, also schnell in die Broschüre geschaut, ein weiteres GB kostet 10€, im ersten Monat sogar nur 7,50€. Also kein Stress, kurz geprüft, aufladen ist per Voucher oder online möglich. Über einen anderen Zugang waren die 10€ schnell online nachgeladen. Jetzt wurde es spanisch, die 1GB Option konnte ich nicht aktivieren, die laut Data Wiki mögliche 750MB Option gab es nicht. Es gelang mir dann 500MB für 7,50€ zu erwerben, zumindest war ich der Meinung der Spanischen Bestätigung SMS zufolge. Nach ca. 3 Stunden begann mein Smartphone sich merkwürdig zu Verhalten der. Die Netzabdeckung wechselte ca. alle 2 Sekunden zwischen 3 Balken HSPA, auf nur 3 Balken GSM und keinem Empfang. Jegliche versuche das Smartphone zu Aufnahme des Dienstes mit der SIM-Karte scheiterten. Jede Kontoabfrage per *124# brachte immer nur 0€ als Kontostand.
Irgendwann kam ich auf die Idee, die Datenverbindung zu deaktivieren und plötzlich hatte ich wieder sauber Netz. Ein Anruf bei der Englisch/Spanisch sprechen Hotline brachte die Ernüchterung. Der gebuchte Datentarif ist immer für die Laufzeit von einem Monat und nach Ablauf wird zu einem normalen Tarif abgerechnet (0,182€ pro MB) oder man kann beliebig oft bis zum Ablauf der 30 Tage für 3€ 100MB dazu buchen.

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eLux und RDP Zertifikate

Letzte Woche hatte ich einen kleinen Kampf mit der Konfiguration von Fujitsu Futro Thin Clients über den Scout Enterprise Manager in Verbindung mit einer Windows 2012 R2 RDS Farm. Die Konfiguration war schnell erledigt, aber an den Zertifikaten wäre ich fast verzweifelt. Zunächst wollte der Futro das CA Zertifikat nicht akzeptieren, dann hatte er Probleme mit den Zertifikaten auf dem Session Broker und Freie Anwendungsparameter in Scout Enterprise den Session Hosts. Da ich zunächst einfach die Konfiguration am laufen haben wollte und im Nachhinein mich erst ernsthaft mit diesem Thema auseinandersetzen, wollte ich die Prüfung der Zertifikate für die Geräte abschalten. Im Grunde ist es auch kein großer Aufwand, wenn man die etwas versteckte Option gefunden hat und verstanden hat wie sie aktiviert wird.

Es wird die Veröffentlichung bearbeitet und dort unten findet sich der Button, freie Parameter. Jetzt brauch nur noch die Option –ignore-certificate übergeben werden. In meinem Fall an die Anwendung FreeRDP. Dazu einfach die Variable FreeRdpParms mit dem Wert –ignore-certificate eintragen und bestätigen. Nach einem Update der Konfiguration oder Neustart der Thin Clients ist das Thema vom Tisch.

exchange windows

Sophos PureMessage & Exchange 2013 SP1

Aktuell ist es nicht mögliche Sophos PureMessage auf einem Server zu installieren, auf dem bereits Exchange 2013 mit Service Pack 1 installiert ist. Der Versuch PureMessage in der Version 4.0.1 zu installieren schlägt immer mit dem gleichen Fehler fehl:

Sophos PureMessage – Error

Error code 1603 was returned when running:

C:\Windows\SysWOW64\msiexec.exe ADDLOCAL=ClientInstall,ClientServerInstall,ServerExchangeStore,ServerInstall,ServerMain REMOVE=ServerAntiSpam /qb /lvoicewarmupx! C:\Users\ADMINI~1.HRM\AppData\Local\Temp\2\MsiPureMessage-20140613101705.log SETUP_INIPATH=C:\Users\administrator.HRM\AppData\Roaming\PureMessageSetup.ini REBOOT=Suppress TRANSFORMS=:1033 /i “C:\pmex64_avo_40\PM\Sophos PureMessage.msi”

Das Problem liegt nicht am Installationspaket von Sophos, sondern ist Microsoft bekannt und wird seit dem Service Pack 1 vom Exchange 2013 verursacht. Es lassen sich schlicht keine Transport-Agents einrichten und aktivieren. Microsoft hilft hier mit dem Microsoft Fix it 20130 weiter.

Einfach den Fix ausführen und schon kann Sophos PureMessage komplett installiert werden, als Nebeneffekt wird der Microsoft Exchange-Transportdienst nach einem Server Neustart automatisch gestartet, wie er es vor dem SP1 getan hat.

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Internet im Urlaub im Ausland

Die meisten denken im Urlaub ans Internet über das Hotel WLAN. Das ist zwar eine mögliche Option kann aber schnell nach hinten los gehen, z.B. weil die WLAN Abdeckung schlecht ist oder das Netz permanent überlastet oder einfach die Kosten absurd hoch.
Was die wenigsten bedenken, mit dem WLAN im Hotel ist mein Internetzugang ans Hotel gebunden oder ich muss nach WLAN Hotspots außerhalb suchen.  Mal eben am Strand oder abseits ein paar schöne Fotos machen und mit Familie und Freunden spontan teilen ist dann nicht möglich. Die Deutschen Mobilfunk Anbieter bringen zum Glück immer mehr interessante Tarife, die im Ausland für mehr oder weniger kleines Geld dazu gebucht werden können. Aber auch hier wird es außerhalb der EU schnell teuer und ein Großteil der Tarife bietet nur einen geringen Datenvolumen, damit können Streams, YouTube oder andere Daten intensive Dienste nicht lange genutzt werden. Hier kann man sich dank der guten Wikia Seite, Pay as You Go Sim with Data Wiki, sehr gut selber vorab informieren und dann im Urlaub oder bereits vorab eine SIM Karte eines im Urlaubsland ansässigen Mobilfunkbetreibers erwerben. Die Tarife sind in der Regel deutlich günstiger und beinhalten auch deutlich größer Datenvolumen. Jetzt wird der eine oder andere einwerfen, dann habe ich eine andere Rufnummer und bin für meine Familie, Freunde usw. nicht erreichbar. Dem lässt sich leicht entgegenwirken, einfach die eigene Karte in ein altes Handy/Smartphone einlegen oder ein UMTS/LTE Modem für ca. 100€ erwerben, dass bei Bedarf als Hotspot benutzt wird. Wir handhaben es noch einfacher, einer von uns hat die ausländische SIM im Smartphone und spielt bei Bedarf über Tethering WLAN Hotspot, während der andere normal über die deutsche Rufnummer erreichbar bleibt.